Tormek und Schleifen

Es werden bald 50 Jahre, dass die geniale Schleifmaschine von Tormek im Markt ist. Mein Modell T7 habe ich als 40 Jahre Jubiläumsmodell gekauft … und sie tut nach wie vor gute Dienste. Zwei Ideen und Anregungen zum Zubehör möchte ich hier vorstellen.

Die Wiederholgenauigkeit der Einstellungen ist vielfach durch die Lehren gegeben. Ein tolle Ergänzung ist ein Neigungsgeber, wo wie im nächsten Bild zu sehen.

Genaue Einstellung einer Vorrichtung: der jeweilige Winkel ist mit Permanentmarker auf dem Werkzeug vermerkt.

Eine andere Vorrichtung, die ich häufig verwende, hat eine Aluoberfläche und wird beim Bewegen der Werkzeuge leicht verkratzt bzw. der Reibungswiderstand ist unangenehm. So kam ich auf die Idee, mit zwei Bohrungen, Gewinde M4 eingeschnitten und zwei Senkkopfschrauben einen Rest Acrylplatte darauf zu schrauben.

Ansicht der Platte vorher …
und Nachher – der Unterschied ist toll, die Werkzeuge gleiten auf dieser Oberfläche!

Und zu guter Letzt: jede Platte lässt sich verkratzen und leidet mit der Zeit unter der Beanspruchung. Aber wenn ich diesen Acrylrest alle 2-3 Jahre durch einen neuen Rest ersetzen kann, wird die Qualität der Führung vermutlich viele Jahre gute Dienste tun.

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Moosinninger Eiche

Der Bauhof musste ein morsche Eiche fällen. Das war ein großer Baum, dessen Stamm ich nicht umfassen konnte. Beim Fahrrad fahren entdeckt.

Kurzfristig konnte ich die Genehmigung bekommen, mir da einige Stücke zum Drechseln zu holen. Die großen Stammteile kann ich mit der kleinen Motorsäge nicht zerlegen, daher nahm ich kleinere Stücke von den Ästen.

Bereits im Auto verladen – danke an Sabine für die prompte Hilfe dabei!

Die nächste Arbeit war das Zerlegen in Drechselteile im Hinterhof. Ist klar, dass es anstrengend war, nasses Holz ist schwer!

Das war der erste Schritt, die Stücke sind ausgesprochen schön und ohne Äste. Zwei Stücke aus einer Astgabel habe ich bewußt ausgewählt, ergibt spannende Formen … später!
Zuschnitt der Blöcke für Schalen gleich nach Augenmaß (und einer kleiner Hilfe mit dem Zirkel) mit der Motorsäge. So reduziert sich der Aufwand beim Drechseln etwas. Das gibt eine Menge Arbeit, denn 15 Schalen wollen erst mal gedrechselt sein.

Die Zuschnitte habe ich dann am nächsten Tag gleich in vorhandene Tröge gepackt, mit etwas Wasser für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt und abgedeckt. Die ersten beiden Schalen sind dann gleich verarbeitet worden – mit dünnen Wänden, so dass die langsame Trocknung hoffentlich keine Risse verursacht.

Erste Schale in Arbeit, die nassen Späne kommen in Papiertüten und werden getrocknet. Der Kachelofen freut sich darauf!
Schale Nummero 2. Trotz gut geschärften Messern sind einige Fasern nicht so toll geschnitten, aber das gelingt dann nach der Trocknung vielleicht noch besser. Abhängig davon, wie weit die Schalen sich verformen.

Die vorgefertigten Schalen werden jetzt im „Trockendock“ den Frühling und Sommer genießen, 13 sind ja noch zu machen. Dann im Herbst oder Winter werden sie wieder aufgespannt, nachgedrechselt oder nur geschliffen, da oft die Verformung beim Trocknen eine elliptische Form ergibt. Die Schlußbehandlung ist dann ölen mit Leinöl und ggf. noch etwas Hartwachs auftragen, das dann poliert wird.
Mehr also dann später dazu!

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Neues Jahr, altes Holz, neue Objekte

Liebe Leserinnen, Leser, Gäste, Freunde: allen ein gutes Neues Jahr!
Gesundheit, Zufriedenheit und Spaß am Leben wünsche ich allen.

Dank der trüben Tage im Dezember habe ich wieder einige Zeit im Keller beim Drechseln verbracht. Alte Stücke, die im Frühjahr bearbeitet worden sind, waren jetzt trocken genug für die weitere Bearbeitung und einige sind jetzt fertig, weitere noch in Arbeit.

Astgabel einer Eiche, geölt. Bekommt vielleicht noch einen Sockel. Dahinter eine Schale aus Esche mit eingewachsener Rinde.

Eine andere Ansicht davon zeigt die Maserung besser:

Auch die Esche hat wunderbare Maserung, innen wie außen zu sehen.

Eine andere Arbeit war die kleine Schale, ein Stück aus einer alten Eibe (Stück vom Stamm, lag ein Jahr im Freien, wurde dann wieder durch Regen und Schnee nass), schon etwas rissig und schwierig zu verarbeiten.

Oben: Eibe – tolle Farben im Holz
Unten: Platane, exzentrisch gedrechselt. Sehr schöner Verlauf der Maserung.

Ich finde Platanenholz sehr schön für Drechselarbeiten, sei es Schalen oder Mühlen, die Maserung überrascht immer wieder. Und erfreulicherweise habe ich da noch einige Stücke bereitliegen, die jetzt verarbeitet werden.

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Spätherbst am Attersee

Die Wiesen sind braun, die letzten Blätter kämpfen mit dem Absturz in die nassen Wiesen und werden in wenigen Tagen unter dem Schnee ihren Winterschlaf halten.

Wanderweg am Egelsee, Nebeltage.
Novemberstimmung- grau, kalt, dunstig.
Buchenblätter gehören zu den letzten Blättern der Saison

Von Nußdorf aus kann man am Waldrand hochgehen und über dem Ort den Ausblick auf die Gegend genießen. Der Ort heißt „Pfarrer Salettl“, eine kleine Holzhütte mit Bänken und einem Feuerplatz motivieren zur Rast.

Blick nach Norden, Seewalchen und Lenzing

Auf dem Heimweg waren wir plötzlich von Vogellärm überrascht und mussten erst herausfinden, woher der kam. Dann haben wir hoch über uns einen Zug von Kranichen entdeckt – Schnellschuss mit falschem Objektiv und hier als Ausschnitt wiedergegeben:

Formationsflug der Kraniche, unterwegs nach Süden.

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Herbststimmung

Beim Spaziergang zwischen Attersee und Egelsee sah ich diese Rinderherde im beginnenden Abendlicht. Sie grasten friedlich und ungestört auf der hügeligen Wiese.

Abendessen

Am Waldrand habe ich kürzlich diese reifen Schlehen entdeckt. Immer neugierig haben wir dann nachgelesen, wie sie verarbeitet werden können. Die einfachste Variante: Marmelade. Für Likör sollte man wahrscheinlich etwas Erfahrung mitbringen! In Kombination mit Äpfeln gab die erste Charge (ca. 900 g) schon eine wohlschmeckende Marmelade. Die nächste ebensogroße Charge wird in den kommenden Tagen verarbeitet.

Schlehen am Strauch

Das beste Lockmittel im Garten für alle Insekten ist ein duftender Flieder! So finden sich regelmäßig neben den Bienen, Wespen, Fliegen auch die Schmetterlinge ein. Und dann heißt es nur noch, geduldig auf die passende Position warten- und hoffentlich ist es windstill!

Pfauenauge am Sommerflieder

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August ist Himmelsmonat

In der Phase der Perseidenschauer um den 10.-12. August mit entsprechendem vorherigen Anstieg und anschließendem Abfall der Häufigkeit läßt sich der Nachthimmel bei Neumond gut beobachten – wenn das Umgebungslicht dann auch noch gering ist. Dieses Jahr waren es erfreulicherweise auch wolkenlose Nächte. In den Vorjahren hatte ich da weniger Glück!

Am Attersee konnte ich wenige Sternschnuppen beobachten und festhalten, es waren dazu etliche Satelliten unterwegs und haben ihre Lichtspuren gezeichnet.

ISO 12800, f=20mm, F4.0 8.0sek. Polaris mit großem Wagen

Großer Wagen mit Polarstern und kleiner Sternschnuppe

Milchstraße gut erkennbar, ISO 12800, f=16mm, F4.0 15.0sek.
Milchstraße, ISO25600, F4.0 f=16mm 6.0sek.

Diese kleine Auswahl macht wohl Appetit auf mehr und ich werde versuchen, hier meine Kamera noch etwas auszureizen.

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Junge Katzen

Nachdem unsere Freunde junge Kätzchen aufgezogen haben, war es Zeit für einen Fototermin. Das haben wir gleich mit dem Kennenlernen einer weiteren Freundin und deren Tochter kombiniert, die diese 3 Kleinen bald abholen werden.

Das ist die Schecki, Mädel mit etwas längeren Haaren
Bärli, ein Mädel mit toller Schildplatt Zeichnung
Fuchsi, der Herr unter den Dreien

Sie sind momentan ca 8 Wochen alt und entsprechend verspielt.

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Seefeuerwerk Unterach am Attersee

Alle Jahre wieder im August veranstalten die Unteracher das Seefest mit einem großartigen Feuerwerk. Da ich mir einen entfernteren Standort gesucht habe, konnte ich die Musikuntermahlung leider nicht mehr hören.

Die Steigerung bei diesem Feuerwerk ist die Spiegelung im See, die natürlich von der Veranstaltungsfläche aus nicht zu sehen ist. Wer rechtzeitig daran denkt, kann mit einem Ausflugsschiff das ganze vom See aus beobachten.

Natürlich biete die Region zum Ende des Sommers viele tolle Eindrücke von Landschaft, Seen, Natur. Hier ein Bild von einem Baumstamm, der einen Schwamm beherbergt. Gefunden habe ich ihn neben dem Taferlklaussee, der im nächsten Bild zu sehen ist. Dieser kleine See mit vielen Fischen und einer kleinen Entenpopulation liegt versteckt auf der Höhe zwischen Attersee und Traunsee.

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Mondfinsternis am 27. Juli 2018

Nachdem es eine so lange, vollständige Mondfinsternis war, meine letzten Versuche von bösen Wolken verhindert worden waren, hatte ich mich rechtzeitig bei Moosinning in Position gebracht. Ich war nicht alleine, eine Gruppe junger Leute hatte sich schon auf dem Stoppelfeld beim Picknick niedergelassen.

Die Wartezeit wurde durch einen Sonnenuntergang im Nordwesten versüßt.

Und nach kurzer Zeit konnte ich die letzte Sichel sehen, als sich der Mond aus dem Dunst erhob. Da war es noch sehr hell und die Bilder sind nicht so spannend. Erst nach 23 Uhr war es dunkel genug und gegen Ende der Mondfinsternis gab es wieder genug Licht auf den Trabanten:

Gegen Mitternacht war dann der Schatten schon abgewandert, es wurde kalt und die letzten 15 Minuten wollte ich nicht mehr abwarten. Daher das letzte Bild dieser Nacht so:

 

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Drechseln: neue Mühlen und Schalen

Wenn die Tage kürzer werden, ist es im Drechselkeller wieder gemütlich! Hier sind neue Mühlen entstanden, mit keramischem Mahlwerk, also für Pfeffer, Salz, Chili, Kardamon, Koriander, … geeignet.

Weitere Bilder mit höherer Auflösung sind hier zu sehen: Bilder Drechselarbeiten


Links: Platane, Mitte Nußbaum (verkauft), Rechts Zwetschke (verkauft)
Mich stören die Brösel, die beim Abstellen der Mühlen oft auf dem Tisch landen, daher verwende ich neuerdings passende Untersetzer aus Holzresten. Die im Bild gezeigten sind aus Eiche.


Linke und rechte Mühle: Fichtenholz gebeizt, in der Mitte: Lärche. Die Höhe ist circa 35cm.

Mahlwerke: Sie sind jetzt bei meinen Mühlen von der Firma Cushgrind aus Schweden, keramisches Mahlwerk mit exakter Einstellung des Mahlgrades über eine Stellschraube untem im Mahlwerk. Die hervorragende Qualität bestätigt der Hersteller durch eine 25jährige Gewährleistung. Viele bekannte Markenprodukte in Deutschland / Europa verwenden auch diese Mahlwerke (aber meine Mühlen sind schöner!)

Im Januar 2017 habe ich viele Schalen hergestellt, die aus frisch geschnittenem Holz gedrechselt wurden. Sie sind über den Sommer getrocknet und wurden jetzt fertiggestellt. Die Besonderheit dabei ist, dass die Formnen sich bei der Trocknung noch ändern. Also werden aus den runden Schalen typischerweise leichte Ovale, auch der Rand hat Abweichungen in der Höhe.

Diese Schale ist aus Esche, sie wurde naß vorgedrechselt und dann im September fertig gedrechselt. Wegen eines kleinen Risses an der Außenseite habe ich es dann bei einer kräftigeren Wandstärke belassen, um ein Reissen zu verhindern. Die lebhafte Zeichnung kommt von einem Pilz im Holz.

Mir gefallen immer wieder die Naturrand Schalen, deren Rinde natürlich komplett unbehandelt ist. Schädlinge sind da nicht mehr drinnen.

Diese Schalen sind auch aus Esche, sehr schön gezeichnet und teils sehr dünnwandig, so dass beim Trocknen keine Spannungen im Holz entstehen und somit die Rißbildung vermieden wird.

Diese Mühlen sind etwas anders gemacht, da zum jeweiligen Korpus ein Kopf aus anderem Holz kombiniert wird. Hier bieten gerade die Cushgrind Mahlwerke vielfältige Möglichkeiten, weil der Kopf nur aufgesteckt wird (anstatt Schraube an der Stange). Gerade baue ich aus Holzresten noch weitere Köpfe für bestehende und zukünftige Mühlen.


Hier sind von links nach rechts angeordnet: Linde, Birne mit Kopf Eiche, Apfel mit Kopf Ahorn
Davor liegt eine kleine Schale aus ? Holz, deren Zeichnung mich einfach fasziniert hat.

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